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Kann Licht heilen? Die klinische Realität der Lasertherapie bei Hunden

Ist die Lasertherapie ein “Wundermittel” für Hunde?

Bevor wir uns mit der Frage befassen, warum Laser die Tierkliniken verändern, müssen wir die wichtigste Frage beantworten: Ist die Lasertherapie eine garantierte Lösung für jedes Gelenk- oder Hautproblem bei Hunden?

Die kurze Antwort lautet keine. Sie ist kein Zauberstab. Sie ist jedoch eine der wirksamsten nicht-invasiven Methoden in der modernen Veterinärmedizin, wenn sie als Teil eines multimodalen Behandlungsplans eingesetzt wird. Auch wenn manche Marketingmaßnahmen sofortige Ergebnisse für alle Erkrankungen versprechen, hängt die klinische Wirksamkeit von der Wellenlänge, Leistungsdichte (Bestrahlungsstärke), und die spezifische biologische Stufe des Leidens.

Bei chronischen Erkrankungen wie Arthritis bei Hunden, Lasertherapie geht es nicht um die “Heilung” der Degeneration, sondern um die systemische Behandlung von Entzündungen und Schmerzen.


Die Wissenschaft der Photobiomodulation (PBM)

Um zu verstehen, warum Tierärzte zunehmend in Lasergeräte der Klasse IV investieren, müssen wir die zelluläre Ebene betrachten. Dieser Prozess ist wissenschaftlich bekannt als Photobiomodulation (PBM).

Wie es auf mitochondrialer Ebene funktioniert

Wenn eine bestimmte Wellenlänge des Lichts (in der Regel im Bereich von 800 nm bis 1000 nm) in das Gewebe eindringt, wird es absorbiert von Cytochrom-C-Oxidase, ein Enzym in den Mitochondrien.

  1. ATP-Produktion: Die Absorption von Lichtphotonen beschleunigt die Elektronentransportkette und erhöht die Produktion von Adenosintriphosphat (ATP). Dies liefert den “Treibstoff” für die Zellen, um sich schneller zu reparieren.
  2. Freisetzung von Stickstoffmonoxid: Laserlicht löst die Freisetzung von Stickstoffmonoxid (NO) aus, einem starken Vasodilatator. Dadurch wird die lokale Blutzirkulation verbessert, wodurch geschädigtes Gewebe mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt und Stoffwechselabfälle ausgeschwemmt werden.
  3. Modulation reaktiver Sauerstoffspezies (ROS): In der richtigen Dosierung trägt PBM dazu bei, ROS auszugleichen, was den oxidativen Stress reduziert - die Hauptursache für Zellalterung und Entzündungen in arthritischen Gelenken.

Gezielte Anwendungen: Mehr als nur Arthritis

Während Lasertherapie für Haustiere häufig mit alternden Hunden in Verbindung gebracht wird, erstreckt sich sein klinischer Nutzen auf ein breites Spektrum tierärztlicher Fachgebiete.

1. Chronische Schmerzen und Hundearthritis

Degenerative Gelenkerkrankungen (DJD) sind die Hauptursache für chronische Schmerzen bei Hunden. Die Lasertherapie reduziert die Produktion von pro-inflammatorischen Zytokinen (wie PGE2 und IL-1β). Für einen Hund, der an Hüftdysplasie leidet, bedeutet dies eine erhebliche Verringerung der “Aufwärmzeit”, die er benötigt, um sich nach dem Schlaf zu bewegen.

2. Postoperative Erholung

Ob es sich um eine TPLO (Tibial Plateau Leveling Osteotomy) oder eine einfache Kastration handelt, der Laser beschleunigt den Wundverschluss. Durch die Stimulierung von Fibroblasten und der Kollagensynthese wird die Zugfestigkeit des heilenden Gewebes verbessert und das Risiko einer Dehiszenz (Wundöffnung) verringert.

3. Dermatologische Bedingungen

Von “Hot Spots” (akute feuchte Dermatitis) über Leckgranulome bis hin zu Ohrinfektionen (Otitis) - die antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung spezifischer Laserfrequenzen hilft, Hautprobleme zu lösen, die oft gegen topische Salben resistent sind.


Laser der Klasse III vs. Klasse IV: Die Leistungsdebatte

Als Hersteller (Fotonmedix) legen wir Wert auf die Unterscheidung der Laserklassen.

  • Laser der Klasse IIIb: Geringere Leistung (unter 0,5 W). Diese erfordern längere Behandlungszeiten, um eine “therapeutische Dosis” in tiefem Gewebe wie der Hüfte eines Hundes zu erreichen.
  • Klasse-IV-Laser: Höhere Leistung (über 0,5 W). Diese sind der Industriestandard für Lasertherapie bei Arthrose bei Hunden. Sie können eine hohe Energiedosis schnell an tief liegende Strukturen abgeben, was für vielbeschäftigte Tierarztpraxen und größere Rassen unerlässlich ist.

Hinweis des Herstellers: Höhere Leistung bedeutet nicht nur “schneller”. Es bedeutet die Fähigkeit, das “optische Fenster” der Haut und des Fells zu überwinden, um sicherzustellen, dass die Energie tatsächlich den Knochen und die Gelenkkapsel erreicht.


Klinische Fallstudie: Management chronischer Osteoarthritis

Thema: “Buster”, ein 10-jähriger kastrierter Golden Retriever-Rüde. Gewicht: 34,2 kg. Die Diagnose: Beidseitige Hüftdysplasie Grad III mit sekundärer Osteoarthritis.

Klinische Präsentation

Buster stellte sich mit erheblichem Muskelschwund in der Hinterhand, einem “hoppelnden” Gang und der Weigerung, Treppen zu steigen, vor. Er hatte 12 Monate lang NSAIDs (Carprofen) eingenommen, aber seine Besitzer berichteten über ein Nachlassen der Wirksamkeit und Bedenken hinsichtlich einer Erhöhung der Leberenzyme.

Behandlungsprotokoll (Klasse IV Multi-Wellen-Laser)

  • Häufigkeit: Einleitungsphase (3 Mal pro Woche für 2 Wochen), Übergangsphase (2 Mal pro Woche für 2 Wochen), Erhaltungsphase (einmal alle 3-4 Wochen).
  • Einstellungen: 10 Watt, CW/Impuls-Mischung. 8-10 Joule/cm² für jedes Hüftgelenk und den lumbosakralen Knotenpunkt.
  • Die Technik: Berührungslose, abtastende Bewegung zur Vermeidung von Wärmestau.

Beobachtungen und Ergebnisse

  • Sitzung 1-3: Keine sichtbaren Veränderungen, die von den Besitzern gemeldet werden (häufig bei chronischen Fällen).
  • Sitzung 5: Die Besitzer bemerkten, dass Buster zum ersten Mal seit Monaten wieder zu spielen begann.
  • Sitzung 8 (Ende der Einführungsphase): Der Bewegungsumfang in der Hüftstreckung (gemessen mittels Goniometrie) verbesserte sich um 15 Grad.
  • 6-monatige Nachuntersuchung: Buster wird weiterhin monatlich behandelt. Seine NSAID-Dosierung wurde um 50% reduziert, wodurch das Risiko langfristiger Nebenwirkungen erheblich gesenkt wurde.
Kann Licht heilen? Die klinische Realität der Lasertherapie bei Hunden - Tiergesundheit(Bilder 1)

Gestaltung eines Lasertherapieprogramms für Ihre Klinik

Wenn Sie als Veterinärmediziner Folgendes integrieren möchten Lasertherapie-Hunde in Ihre Praxis zu integrieren, sollten Sie die “Drei Säulen des Erfolgs” berücksichtigen:

  1. Diagnostik: Zur Bestätigung der zugrunde liegenden Pathologie sollten immer Röntgenaufnahmen angefertigt werden. Die Lasertherapie sollte nicht bei Verdacht auf eine Neoplasie (Krebstumor) eingesetzt werden, da das erhöhte ATP theoretisch das Zellwachstum stimulieren könnte.
  2. Kundenschulung: Setzen Sie realistische Erwartungen. Erklären Sie, dass die Schmerzlinderung zwar sofort eintreten kann, die Gewebereparatur aber Zeit braucht.
  3. Die richtige Ausrüstung: Stellen Sie sicher, dass Ihr Gerät anpassbare Protokolle für verschiedene Fellfarben und -dicken bietet. Ein dunkelhaariger Labrador absorbiert das Licht anders als ein weißhaariger Bichon Frise.

Sicherheit geht vor: Schutz der Augen und des Gewebes

Das wichtigste Sicherheitsprotokoll bei der Lasertherapie ist der Schutz der Augen. Sowohl der Tierarzt als auch das Tier müssen eine spezielle Brille mit Wellenlängenfilterung tragen (Doggles für Hunde).

Außerdem ist der Test “Ist es heiß?” von entscheidender Bedeutung. Hochleistungslaser der Klasse IV können Wärme erzeugen. Das Ziel der PBM ist die photochemische, nicht die photothermische Behandlung. Die Techniker müssen eine konstante Scanning-Bewegung beibehalten, um thermisches Unbehagen für den Patienten zu vermeiden.


Schlussfolgerung: Die Zukunft der tierärztlichen Rehabilitation

Ist die Lasertherapie ein Ersatz für die Schulmedizin? Nein. Ist sie ein wesentlicher Bestandteil einer modernen, einfühlsamen Tierarztpraxis? Ganz genau. Durch die Verringerung der Abhängigkeit von Arzneimitteln und die Bereitstellung einer nicht-invasiven Option zur Schmerzbehandlung verbessert die Lasertherapie die Lebensqualität unserer vierbeinigen Gefährten. Mit der Weiterentwicklung der Hardware bei Fotonmedix, Mit präziserer Pulssteuerung und höherer Effizienz bewegt sich der “Goldstandard” der Behandlung weiter in Richtung lichtbasierte Heilung.

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