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Im Bereich der physischen Rehabilitation und der Sportmedizin stellt die Behandlung chronischer Tendinopathien nach wie vor eine der schwierigsten klinischen Herausforderungen dar. Die Behandlung der Rotatorenmanschetten-Tendinopathie - insbesondere der Supraspinatussehne - ist aufgrund der hypovaskulären Beschaffenheit des Gewebes bekanntermaßen schwierig.
Angesichts der Vielzahl von therapeutischen Geräten, die auf den Markt kommen, sind die Kliniker zu Recht skeptisch. Die erste Frage, die wir rigoros beantworten müssen, lautet: Ist Lasertherapie ein praktikabler, evidenzbasierter Eingriff zur Sehnenreparatur oder ist es nur ein teures Placebo?
Der klinische Konsens, der durch Meta-Analysen gestützt wird, bestätigt, dass die Hochintensitäts-Lasertherapie (HILT) tatsächlich wirksam ist, allerdings mit einem Vorbehalt: Sie muss dosisabhängig und wellenlängenspezifisch sein. Geräte mit geringer Leistung dringen einfach nicht so tief ein, dass sie den subakromialen Raum erreichen.
Sobald wir feststellen dass funktioniert, müssen wir uns der kritischeren technischen und biologischen Frage zuwenden: Warum funktioniert es bei avaskulärem Gewebe, und wie programmieren wir eine Lasertherapiegerät um diese Ergebnisse zu wiederholen?
Dieser Artikel befasst sich mit der Pathophysiologie der Sehnenreparatur, den spezifischen Vorteile der Hochintensitäts-Lasertherapie (unser erstes semantisches Schlüsselwort), und liefert ein Konzept für die Behandlung von Schulterpathologien.
Um zu verstehen, warum herkömmliche Modalitäten (wie Ultraschall oder TENS) bei Verletzungen der Rotatorenmanschette oft versagen, müssen wir uns die Anatomie ansehen. Die Supraspinatussehne hat eine Region, die als “kritische Zone” bekannt ist - ein Bereich mit Hypovaskularität in der Nähe ihres Ansatzes am Tuberculum majus.
Wenn hier Mikrorisse entstehen, fehlt dem Körper die Blutversorgung, um die für die Reparatur notwendigen Zytokine und Fibroblasten zu transportieren. Statt zu heilen, degeneriert das Kollagen zu einer desorganisierten schleimigen Matrix (Tendinose).
Hier liegt der Hauptnutzen einer Klasse IV Lasertherapiegerät. Es geht nicht um die “Erwärmung” des Gewebes, sondern darum, einen ins Stocken geratenen Heilungsprozess durch Photobiomodulation (PBM) wieder in Gang zu bringen.
Wenn wir davon ausgehen, dass das Haupthindernis für die Heilung ein Mangel an Energie und Blutfluss ist, bietet die Lasertherapie die physiologische Lösung.
Der spezifische Mechanismus, der Hochleistungslaser auszeichnet, ist die Stimulation von Endothelzellen. Kohärentes Licht mit Wellenlängen zwischen 810 nm und 980 nm stimuliert die Freisetzung des vaskulären endothelialen Wachstumsfaktors (VEGF).
Warum ist das so wichtig? In der “kritischen Zone” der Rotatorenmanschette wird dadurch die Angiogenese - die Bildung neuer Kapillarschlingen - gefördert. Diese Re-Vaskularisierung verwandelt einen degenerativen, nicht heilenden Zustand in einen aktiven, metabolischen Reparaturzustand.
Die Tendinose ist durch Kollagen des Typs III (schwach, ungeordnet) und nicht durch Kollagen des Typs I (stark, ausgerichtet) gekennzeichnet.
Die Forschung legt nahe, dass PBM die Fibroblastenproliferation stimuliert. Noch wichtiger ist jedoch, dass es den Umsatz der extrazellulären Matrix moduliert. Die von den Mitochondrien aufgenommene Energie erhöht die ATP-Produktion, die die Fibroblasten zur Synthese von organisierten Kollagenfibrillen antreibt.
Das klinische Ergebnis: Wir maskieren nicht nur den Schmerz, sondern wir verbessern die Zugfestigkeit der Sehnenstruktur auf physische Weise.
Im Gegensatz zu Kaltlasertherapiegeräten, die ausschließlich nicht-thermisch arbeiten, erzeugt die Klasse IV HILT einen kontrollierten Wärmegradienten.
Warum ist Wärme hier von Bedeutung? Der sanfte Anstieg der Gewebetemperatur (zwischen $40^{\circ}C - 42^{\circ}C$) verändert die viskoelastischen Eigenschaften des Kollagens. Dadurch wird die Steifheit verringert und der Bewegungsumfang (ROM) unmittelbar nach der Behandlung vergrößert, was eine effektivere manuelle Therapie oder exzentrische Belastungsübungen unmittelbar nach der Laserbehandlung ermöglicht.

Ein häufiger Fehler in Lasertherapie bei Sehnenscheidenentzündung (unser zweites semantisches Schlüsselwort) ist die Behandlung der Haut und nicht der Sehne. Die Supraspinatussehne liegt tief unter dem Deltamuskel und dem subkutanen Fettgewebe.
Um dieses Ziel zu erreichen, stützen wir uns auf die optische Transmissionsgleichung. Ein erheblicher Teil der Photonenenergie wird von der Dermis gestreut. Um eine therapeutische Dosis von 10 Joule/cm² in der Tiefe der Sehne zu erreichen, muss die Oberflächendosis daher deutlich höher sein.
Die Verwendung eines 0,5-Watt-Lasers für eine Schulter ist klinisch sinnlos. Um die Tiefe des Deltamuskels zu überwinden, ist eine Leistung von 10 bis 15 Watt (Continuous Wave equivalent) ist häufig erforderlich. Dadurch wird sichergestellt, dass die Photonendichte in der Zieltiefe ausreicht, um die CCO-Reaktion (Cytochrom-C-Oxidase) auszulösen.
Der folgende Fall veranschaulicht die Integration von HILT in einen Rehabilitationsplan.
Das Ziel war die Nutzung von laser-mechanismus der klasse iv (unser drittes semantisches Schlüsselwort), um die Entzündung zu reduzieren (erste Woche) und dann die Kollagenreparatur zu stimulieren (folgende Wochen).
Ausrüstung: Hochintensiver Diodenlaser (Klasse IV), 20 W maximale Leistung.
| Parameter | Einstellung | Klinischer Grundgedanke |
| Wellenlänge | 980nm Dominant | Schwerpunkt auf Analgesie und Gating von Schmerzrezeptoren. |
| Strom | 8 - 10 Watt | Mäßige Leistung zur Einleitung der Therapie, ohne das entzündete Gewebe zu verschlimmern. |
| Modus | Gepulst (ISP - Intense Super Pulse) bei 50Hz | Das Pulsieren verhindert einen Wärmestau und liefert gleichzeitig eine hohe Spitzenleistung für die Tiefe. |
| Technik | Malen/Scannen | Abdeckung der gesamten Deltoid- und Trapezius-Triggerpunkte zur Entspannung der schützenden Muskeln. |
| Dosierung | 6 Joule/cm² | Ca. 2000 Gesamtjoule pro Sitzung. |
| Parameter | Einstellung | Klinischer Grundgedanke |
| Wellenlänge | 810nm (Hoch) + 980nm (Niedrig) | Verlagerung des Schwerpunkts auf die Biostimulation (Reparatur) und nicht nur auf die Schmerzlinderung. |
| Strom | 12 - 15 Watt (CW) | Continuous Wave ermöglicht eine maximale Photonensättigung (Wärme wird überwacht). |
| Modus | Kontinuierliche Welle (CW) | CW erzeugt die notwendigen thermischen Effekte, um die Viskoelastizität des Kollagens zu verändern. |
| Technik | Statische und Raster-Scans | Der Arm des Patienten wird in Innenrotation gebracht (Hand hinter dem Rücken), um die Supraspinatussehne freizulegen. |
| Dosierung | 10-15 Joule/cm² | Ca. 4000-5000 Gesamtjoule pro Sitzung. |
Woche 5 Bewertung:
Schlussfolgerung: Der Hochleistungslaser bot der Patientin die Möglichkeit, exzentrische Kräftigungsübungen schmerzfrei durchzuführen, was zu einer funktionellen Besserung führte.
Kliniker fragen oft, wo HILT im Spektrum der Modalitäten einzuordnen ist.
| Modalität | Primärer Mechanismus | Am besten für | Begrenzung |
| Ultraschall | Schallwellen/Thermische | Oberflächliche Entzündung | Geringe Eindringtiefe; die Energie streut leicht an den Grenzflächen zwischen Knochen und Gelenken. |
| Stosswelle (ESWT) | Mechanisches Trauma/Kavitation | Kalzifische Tendonitis, Aufbrechen von Narbengewebe | Äußerst schmerzhaft; erfordert Erholungszeit zwischen den Sitzungen. |
| Hochintensiver Laser | Photochemisch/Metabolisch | Geweberegeneration, tiefer Schmerz, akut oder chronisch | Erfordert Geschicklichkeit des Bedieners, um Verbrennungen zu vermeiden; Kosten für die Erstausrüstung. |
HILT ist einzigartig, weil es nicht zerstörerisch ist. Im Gegensatz zur Stoßwelle, die ein Mikrotrauma erzeugt, um die Heilung anzuregen, fügt der Laser dem System Energie hinzu und eignet sich daher für akute Verletzungen, bei denen die Stoßwelle kontraindiziert ist, sowie für chronische degenerative Erkrankungen.
Für eine medizinische Einrichtung ist die Integration eines Lasers der Klasse IV nicht nur eine klinische, sondern auch eine betriebliche Angelegenheit.
Die manuelle Behandlung einer Verletzung der Rotatorenmanschette erfordert einen hohen körperlichen Einsatz des Therapeuten. Die Lasertherapie ermöglicht ein 10-minütiges Behandlungsfenster, in dem das Gewebe vorkonditioniert wird, so dass anschließende manuelle Anpassungen oder Übungen wesentlich effektiver sind.
Darüber hinaus bietet es den Patienten als Kassen- oder Zusatzleistung eine Hightech-Lösung, um Kortikosteroid-Injektionen oder Operationen zu vermeiden, und positioniert die Klinik als führend in der nicht-invasiven Technologie.
Mit großer Leistung kommt große Verantwortung. Laser der Klasse IV (Leistung > 500 mW) bergen Gefahren für die Augen und thermische Risiken.
Die Zeit des “Abwartens” bei Sehnenverletzungen ist vorbei. Durch die Nutzung der fortschrittlichen Physik der Lasertherapiegeräte, können wir aktiv in den zellulären Lebenszyklus der Sehne eingreifen. Sowohl für den Hersteller als auch für den Arzt muss sich der Schwerpunkt von der einfachen “Schmerzlinderung” auf die “Wiederherstellung der Energie” verlagern.”
Wenn wir die Mitochondrien behandeln, behandeln wir den Patienten. Das Ergebnis ist eine schnellere Rückkehr zum Sport, ein geringeres Wiederauftreten von Verletzungen und ein höherer Pflegestandard.
F1: Wie unterscheidet sich die hochintensive Lasertherapie von der LLLT (Kaltlaser) bei Schulterschmerzen?
A: Tiefe und Dosierung. LLLT (Klasse IIIb) ist wirksam bei oberflächlichen Wunden und oberflächlichen Nerven, hat aber oft nicht die Kraft, den Deltamuskel zu durchdringen und die Rotatorenmanschette in angemessener Zeit effektiv zu erreichen. Bei der HILT (Klasse IV) wird eine viel höhere Anzahl von Photonen (Energie) in die Tiefe des Gewebes abgegeben, wodurch sowohl eine photochemische als auch eine zweiphasige thermische Wirkung erzielt wird, die die LLLT nicht erreichen kann.
F2: Kann die Lasertherapie eingesetzt werden, wenn der Patient ein Metallimplantat oder einen Anker in der Schulter hat?
A: Ja, im Allgemeinen. Laserlicht wird von Metall reflektiert, erhitzt das Metall aber nicht von innen, wie dies bei Ultraschall oder Diathermie der Fall wäre. Es ist jedoch Vorsicht geboten: Das Licht kann das das Metall umgebende Gewebe aufgrund der Reflexion schneller erhitzen. Die Behandlung sollte mit geringerer Leistung und im gepulsten Modus durchgeführt werden, um das Wohlbefinden des Patienten zu überwachen.
F3: Ist die Behandlung bei akuten Rotatorenmanschettenrissen sicher?
A: Ja. In der akuten Phase ist die Lasertherapie hervorragend geeignet, um Ödeme (Schwellungen) zu reduzieren und die Bildung von übermäßigem Narbengewebe zu verhindern. Die Einstellungen sind jedoch anders - geringere Leistung, gepulster Modus und nicht-thermisch - als die chronischen Einstellungen, die für die Tendinose-Regeneration verwendet werden.
F4: Was fühlt der Patient während der Sitzung?
A: Bei einem System der Klasse IV spürt der Patient eine tiefe, wohltuende Wärme. Sie wird oft als “warme Massage” beschrieben. Dies ist ein Unterschied zum Kaltlaser, bei dem der Patient nichts spürt. Die Wärme trägt dazu bei, die umliegenden Muskeln zu entspannen, was zu einer sofortigen Verbesserung des Bewegungsumfangs führt.
F5: Wie schnell kann ein Patient nach einer Laserbehandlung wieder Sport treiben?
A: Die Lasertherapie beschleunigt die Genesung, aber die biologische Heilung braucht trotzdem Zeit. Während die Schmerzlinderung sofort eintreten kann, dauert der Kollagenaufbau Wochen. Ein typisches Protokoll umfasst 6-10 Sitzungen. Die Patienten können in der Regel während der Behandlung ein modifiziertes Training fortsetzen, aber die volle Belastbarkeit hängt vom Schweregrad des ursprünglichen Risses ab.
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