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Die Entwicklung der Lasertechnologie hat sich von der Low-Level-Therapie zu hochintensiven Systemen der Klasse 4 entwickelt, die eine tiefgreifende Photobiomodulation (PBMT) und eine präzise chirurgische Ablation ermöglichen. In dieser Übersicht werden die biophysikalischen Grundlagen der Wechselwirkungen zwischen Laser und Gewebe untersucht, wobei insbesondere die Wellenlängen 810 nm, 980 nm und 1470 nm betrachtet werden. Wir bewerten die klinischen Protokolle, die erforderlich sind, um die therapeutische Wirksamkeit mit der thermischen Sicherheit in Einklang zu bringen, und bieten einen Fahrplan für Ärzte zur Optimierung der Patientenergebnisse bei der Behandlung chronischer Schmerzen und minimalinvasiver Chirurgie.
Bevor wir das klinische “Warum” analysieren, müssen wir das physikalische “Ist” feststellen. Bietet die Leistungsdichte eines Lasers der Klasse 4 im Vergleich zu Systemen der Klasse 3b wirklich eine höhere Eindringtiefe? Die Antwort liegt in der Bier-Lambert-Gesetz und die Verwaltung des “optischen Fensters”.”
Die Wirksamkeit von Lasertherapie basiert auf den Absorptionskoeffizienten der primären Chromophore: Wasser ($H_2O$), Oxyhämoglobin ($HbO_2$), und Cytochrom C Oxidase (CCO).
Laser der Klasse 4, definiert als Strahlungsleistung $>0,5W$, nutzen eine hohe Bestrahlungsstärke, um den Streukoeffizienten der Dermis und der Fettschichten zu überwinden. Während Laser der Klasse 3b oft nicht in der Lage sind, tief liegende Gelenke (z. B. die Hüfte oder die tiefe Lendenwirbelsäule) mit therapeutischen Dosen zu erreichen, liefern Systeme der Klasse 4 die notwendigen Joule/cm² innerhalb von Minuten und nicht erst nach Stunden im Zielgewebe.
Im Kontext der Photobiomodulationstherapie, Der wichtigste Mechanismus ist die Stimulierung der mitochondrialen Atmungskette.
Die Absorption von Photonen durch CCO führt zur Dissoziation des hemmenden Stickstoffoxids (NO). Dies ermöglicht die Bindung von Sauerstoff an CCO, wodurch die Elektronentransportkette beschleunigt und die Adenosintriphosphat (ATP) Produktion.
Für Lasertherapie bei Schmerzen, geht der Mechanismus über ATP hinaus:
Die Einführung standardisierter Protokolle ist von entscheidender Bedeutung, um den chirurgischen Erfolg zu gewährleisten und iatrogene Verletzungen zu vermeiden.
Bei Verwendung eines Laser der Klasse 4 (insbesondere das FotonMedix 1470nm System) für die Gewebeablation wird der Schwerpunkt auf die Kontrolle der Energiedichte verlagert.
Bei chronischen Erkrankungen des Bewegungsapparats legt das Protokoll den Schwerpunkt auf die “Gesamtenergie” und nicht auf die momentane Leistung.
| Zielbedingung | Leistung (W) | Gesamtenergie (Joule) | Modus | Frequenz |
| Lumbaler Bandscheibenvorfall | 12W - 15W | 3,000 - 6,000 J | Gepulst/CW | 2-3 Sitzungen/Woche |
| Osteoarthritis im Knie | 8W - 10W | 1,500 - 2,500 J | CW | 2 Sitzungen/Woche |
| Zervikale Radikulopathie | 6W - 8W | 1,200 - 2,000 J | Gepulst | 3 Sitzungen/Woche |
Einrichtung: Abteilung für Neurochirurgie und Schmerztherapie, Klinikzentrum Alpha.
Patientenprofil: Männlich, 54 Jahre alt, Diagnose: Bandscheibenvorfall L4-L5 mit begleitender Ischiasneuralgie. Die konservative pharmakologische Behandlung (NSAIDs, Pregabalin) schlug über 6 Monate fehl.
Der Patient unterzog sich einer Behandlung mit Photobiomodulationstherapie mit einem 980nm/1064nm Doppelwellenlängensystem der Klasse 4.

Die hohe Strahlungsintensität von Lasern der Klasse 4 erfordert die strikte Einhaltung von Sicherheitsstandards.
F: Ist die 1470nm-Wellenlänge der 980nm-Wellenlänge für die chirurgische Ablation überlegen?
A: Im Zusammenhang mit wasserreichen Geweben (wie Venenwänden oder Polypen), ja. Die Wellenlänge von 1470 nm hat einen höheren Absorptionskoeffizienten in Wasser, so dass mit niedrigeren Leistungseinstellungen (z. B. 8 W im Vergleich zu 15 W) die gleiche Wirkung erzielt werden kann, was die postoperativen Blutergüsse und Schmerzen erheblich reduziert.
F: Wie groß ist das Risiko einer “Überdosierung” bei der Photobiomodulation?
A: Dies ist bekannt als das Arndt-Schulz-Gesetz. Es gibt einen “Sweet Spot” der Energie. Zu wenig Energie hat keine Wirkung; zu viel Energie kann die Zellreparatur hemmen oder thermischen Stress verursachen. Bei der Schmerzbehandlung gilt der Bereich von 6-15 J/cm² für tiefes Gewebe allgemein als therapeutisches Fenster.
F: Können Laser der Klasse 4 über Metallimplantaten verwendet werden?
A: Im Gegensatz zur Diathermie oder zum Ultraschall ist die Laserenergie lichtbasiert. Das Metall wird zwar nicht durch Induktion “erwärmt”, aber das Laserlicht kann von der Metalloberfläche reflektiert werden. Hier ist Vorsicht geboten, aber es handelt sich nicht um eine absolute Kontraindikation wie bei der MRT oder bestimmten Elektrotherapien.
Lasersysteme der Klasse 4 stellen einen Paradigmenwechsel in Bezug auf chirurgische Präzision und Rehabilitationsgeschwindigkeit dar. Durch das Verständnis der spezifischen Absorptionscharakteristiken der Wellenlängen 1470 nm und 980 nm können Chirurgen und Kliniker gezielte Energie liefern, die die Photobiomodulation bei gleichzeitiger Minimierung der kollateralen Wärmeschäden. Wie klinische Falldaten zeigen, führt die Integration dieser Hochleistungssysteme zu besseren Langzeitergebnissen für die Patienten und kürzeren Genesungszeiten.
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