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Klinische Wirksamkeit von Hochleistungs-Diodenlasersystemen der Klasse 4 in der minimalinvasiven Chirurgie und der modernen Photobiomodulation

1. Zusammenfassung und klinischer Anwendungsbereich

Die Entwicklung der Diodenlasertechnologie hat einen Paradigmenwechsel sowohl bei chirurgischen Eingriffen als auch bei der Behandlung chronischer Schmerzen bewirkt. Hochleistungslaser der Klasse 4, insbesondere solche, die im Wellenlängenbereich von 980 nm und 1470 nm arbeiten, bieten eine Plattform mit doppeltem Nutzen. In diesem Beitrag werden die biophysikalischen Wechselwirkungen, die chirurgischen Protokolle und die klinischen Langzeitergebnisse dieser Systeme bewertet, wobei ihre Rolle in der modernen endovaskulären Chirurgie und der Tiefengewebs-Photobiomodulationstherapie (PBMT) hervorgehoben wird.

2. Biophysikalische Grundlagen der Wechselwirkung zwischen Gewebe und Laser

Bei der klinischen Anwendung von Lasern der Klasse 4 geht es in erster Linie um die präzise Energiezufuhr zu den Zielchromophoren bei gleichzeitiger Minimierung der kollateralen thermischen Schäden.

2.1 Wellenlängenspezifische Absorptionsprofile

Der Erfolg eines Laserverfahrens wird durch die Absorptionskoeffizienten der drei primären internen Chromophore bestimmt: Wasser, Hämoglobin und Melanin.

  • 1470nm Wellenlänge: Dies ist der “Goldstandard” für endovenöse Anwendungen. Sein Absorptionskoeffizient in Wasser ist etwa 40 Mal höher als der der Wellenlänge 980 nm. Da die Venenwand zu einem großen Teil aus Wasser besteht, ermöglicht 1470nm eine effiziente Kollagenschrumpfung und einen Gefäßverschluss bei deutlich niedrigeren Leistungseinstellungen (z.B. 5W-10W), wodurch postoperative Ekchymosen und Schmerzen reduziert werden.
  • 980nm Wellenlänge: Diese Wellenlänge zielt sowohl auf Wasser als auch auf Hämoglobin ab. Sie ist hochwirksam für perkutane Gefäßläsionen und die Photobiomodulation in der Tiefe des Gewebes. Die 980-nm-Energie dringt tiefer in die Schichten des Bewegungsapparats ein und ist daher die bevorzugte Wahl für Lasertherapie bei Schmerzen bei chronischen Gelenkerkrankungen.

2.2 Thermische Diffusion und Kontrolle

Bei chirurgischen Eingriffen ist die “thermische Relaxationszeit” (TRT) entscheidend. Laser der Klasse 4 können mit kontinuierlicher Welle (CW) oder gepulst eingesetzt werden. Durch die Verwendung einer 1470-nm-Radialfaser wird die Energie in einem 360°-Ring abgestrahlt, was eine gleichmäßige Erwärmung der Venenwand gewährleistet. Dadurch werden die “Hot Spots” vermieden, die bei herkömmlichen Fasern mit bloßer Spitze auftreten, wodurch die umliegenden Saphenusnerven geschützt und Hautverbrennungen verhindert werden.

3. Chirurgisches Protokoll: Endovenöse Laserablation (EVLA)

Für den Chirurgieexperten von FotonMedix ist Präzision im Operationssaal nicht verhandelbar. Im Folgenden finden Sie das standardisierte Protokoll für die Behandlung der Vena saphena magna (GSV) Insuffizienz.

3.1 Präoperative Vorbereitung

  • Ultraschall-Kartierung: Genaue Kennzeichnung der GSV-Kreuzung und aller wichtigen Zuflüsse.
  • Anästhesie: Die Tumeszenz-Lokalanästhesie (TLA) ist obligatorisch. Sie dient einem dreifachen Zweck: Sie sorgt für Analgesie, wirkt als Wärmesenke zum Schutz des perivenösen Gewebes und komprimiert die Vene, um einen engen Kontakt zwischen der Laserfaser und der Venenwand zu gewährleisten.

3.2 Intra-operative Parameter

Die “lineare endovenöse Energiedichte” (LEED) ist der Maßstab für den Erfolg.

  • Leistungseinstellung: 10W-12W (kontinuierliche Welle) für 1470nm; 15W für 980nm.
  • Auswahl der Fasern: 600μm Radialfaser für umlaufende Energiezufuhr.
  • Rückzugsgeschwindigkeit ($V_{err}$): Die Faser sollte mit einer konstanten Geschwindigkeit von 1mm/sec bis 2mm/sec.
  • Gesamtenergieziel: In der Regel 60J/cm bis 80J/cm der behandelten Venenlänge.
Klinische Wirksamkeit von Hochleistungs-Diodenlasersystemen der Klasse 4 in der minimal-invasiven Chirurgie und fortgeschrittenen Photobiomodulation - Medizinische Lasertechnik(Bilder 1)

3.3 Sicherheitsmanöver

Um eine tiefe Venenthrombose zu vermeiden, muss die Laserspitze mindestens so positioniert werden 2cm distal bis zur Saphenofemoral-Kreuzung (SFJ), die vor der Aktivierung mittels Duplex-Ultraschall überprüft wurde.

4. Therapeutisches Protokoll: Hochintensive Photobiomodulation (PBMT)

Laser der Klasse 4 sind nicht nur zum Schneiden geeignet; sie sind die wirksamsten Werkzeuge für Photobiomodulationstherapie.

4.1 Wirkmechanismus in der Schmerztherapie

Im Gegensatz zu den Lasern der Klasse 3b bieten die Laser der Klasse 4 die notwendige “Photonendichte”, um tief liegende Strukturen wie die Bandscheiben der Lendenwirbelsäule oder das Hüftgelenk zu erreichen. Das primäre Ziel ist Cytochrom c-Oxidase in den Mitochondrien.

  1. Erhöhte ATP-Produktion: Beschleunigt die zelluläre Reparatur.
  2. ROS-Modulation: Reduziert den oxidativen Stress.
  3. Freisetzung von Stickstoffmonoxid: Verbessert die Vasodilatation und die Lymphdrainage.

4.2 Klinische Dosierung und Bestrahlungsstärke

Für Lasertherapie bei Schmerzen, muss der Kliniker die Dosis in $J/cm^2$ berechnen.

  • Oberflächliche Triggerpunkte: 6-10 $J/cm^2$.
  • Tiefe Gelenkentzündungen: 12-20 $J/cm^2$.
  • Bewerbungsmethode: Berührungslose Scanning-Technik, um einen lokalen Hitzestau zu vermeiden, insbesondere bei dunkelhäutigen Patienten mit hohem Melaningehalt.

5. Klinische Fallstudie: Multizentrische Analyse von 1470nm EVLA

Archiv für Krankenhausfälle: Ref. FM-2024-VASC

Patientenprofil: 54-jähriger Mann, CEAP-Klasse C4a (Hautveränderungen, Hyperpigmentierung), mit symptomatischem beidseitigem GSV-Reflux.

Chirurgische Intervention:

  • Gerät: FotonMedix 1470nm Diodenlaser.
  • Zugang: Ultraschallgeführter perkutaner Zugang auf Kniehöhe.
  • Tumeszenz-Volumen: 350ml (Standard Klein Lösung).
  • Betriebsparameter: 10 W Leistung, LEED von 72 J/cm.
  • Insgesamt gelieferte Energie: 3.450 Joule (rechte Extremität).

Beobachtungen und Komplikationsprävention:

Während des Eingriffs bestätigte die Echtzeit-Ultraschallüberwachung den “Dampfblasen”-Effekt, der auf eine erfolgreiche thermische Okklusion hindeutet. Die Verwendung einer Radialfaser verhinderte eine Perforation der Venenwand.

Follow-up-Ergebnisse:

  • 1 Woche: Die Patientin nahm wieder leichte Tätigkeiten auf; es wurden nur minimale Blutergüsse festgestellt (Skala 1/10).
  • 6 Monate: Der Duplex-Ultraschall zeigte einen 100%-Verschluss der GSV ohne Rekanalisation.
  • 12 Monate: Vollständige Auflösung der Hyperpigmentierung der Haut und der venösen Symptome. Der VCSS (Venous Clinical Severity Score) verbesserte sich von 12 auf 2.

6. Vergleichende Wirksamkeit: Klasse 4 vs. traditionelle Modalitäten

MerkmalLaser der Klasse 4 (1470nm)Radiofrequenzablation (RFA)Traditionelles Abisolieren
Verfahren Zeit20-30 Min.45-60 Min.90+ Min.
Erholungszeit1-2 Tage3-5 Tage2-4 Wochen
Erfolgsquote>98%95-97%85-90%
KollateralschadenMinimal (mit TLA)NiedrigHoch (Risiko von Nervenschäden)

7. Klinische FAQ für Mediziner

F1: Besteht bei der Verwendung von Lasern der Klasse 4 zur Schmerztherapie ein erhebliches Risiko von Hautverbrennungen?

Antwort: Laser der Klasse 4 bergen zwar ein höheres thermisches Risiko als Laser der Klasse 3b, das Risiko von Verbrennungen ist jedoch vernachlässigbar, wenn die “Scanning-Technik” angewendet wird. Durch ständiges Bewegen des Handstücks und die Beibehaltung einer Leistungsdichte, die die thermische Rückkopplung des Patienten berücksichtigt, kann der Arzt sicher hohe therapeutische Dosen verabreichen.

F2: Warum 1470nm statt 980nm für die endovenöse Chirurgie?

Antwort: Die Wellenlänge von 1470nm zielt speziell auf Wasser ab. Da die Venenwand reich an Wasser ist, wird die Energie oberflächlich und effizienter in der Gefäßwand selbst absorbiert. Die Wellenlänge von 980 nm ist selektiver für Hämoglobin und verursacht aufgrund der tieferen thermischen Ausbreitung im perivaskulären Gewebe eher eine Karbonisierung und potenzielle postoperative Schmerzen.

F3: Was ist die empfohlene Anästhesie für Lasertherapie der Klasse 4 in einer klinischen Umgebung?

Antwort: Für chirurgische Eingriffe (EVLA, Lipolyse) ist die Tumeszenz-Lokalanästhesie (TLA) der Goldstandard. Für die therapeutische Photobiomodulation (Schmerzlinderung) ist keine Anästhesie erforderlich, da das Gefühl eine angenehme, tiefe Wärme sein sollte.

F4: Wie hoch ist die zu erwartende Rezidivrate nach einer Laserablation der Klasse 4?

Antwort: Auf der Grundlage einer 5-Jahres-Längsschnittstudie liegt die Rezidivrate für mit 1470-nm-Radialfasern behandelte GSV bei weniger als 3% und damit deutlich niedriger als beim chirurgischen Stripping oder der ultraschallgesteuerten Schaumverödung.

8. Schlussfolgerung

Die Integration von Diodenlasern der Klasse 4 in die klinische Praxis stellt einen bedeutenden Fortschritt in der Medizintechnik dar. Für die Chirurgen und Kliniker, die FotonMedix Das Verständnis des Zusammenspiels zwischen Wellenlänge, Leistung und Gewebechromophoren ist für die Optimierung der Patientenergebnisse unerlässlich. Ob bei der Durchführung komplexer endovaskulärer Ablationen oder bei der Behandlung chronischer Muskel-Skelett-Schmerzen durch Photobiomodulation - der Laser der Klasse 4 ist nach wie vor das vielseitigste und effektivste Instrument im Arsenal der modernen Medizin.

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