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Veterinärlasergerät heilt eine Desmitis des Sehnenstrangs bei Pferden

Klinische Zusammenfassung: Die Bestrahlung mit hochintensivem Licht bei 980 nm und 1470 nm, die thermische Modulation mit dynamischem Arbeitszyklus sowie die Biostimulation der Tenozyten führen bei Leistungspferden innerhalb von vier Wochen zur Heilung schwerer proximaler Desmitis des Suspensory-Bandes.

Die Behandlung einer chronischen proximalen Suspensory-Desmitis (PSD) bei Leistungspferden stellt eine große Herausforderung in der Pferdesportmedizin dar. Das proximale Suspensory-Band besteht aus dichten Kollagenfasern, die in dem engen Raum zwischen der Röhrfessel und den Splintknochen eingebettet sind. Die eingeschränkte Durchblutung in diesem Bereich führt dazu, dass Mikrorisse nur schlecht verheilen und unregelmäßiges Narbengewebe bilden, das bei mechanischer Belastung leicht erneut verletzt wird. Die Standardbehandlung mit extrakorporaler Stoßwellentherapie, längerer Boxruhe und systemisch verabreichten nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) sorgt oft nur für vorübergehende Linderung. Wenn ein 9-jähriger Warmblutwallach, der im Springreiten eingesetzt wird, mit einer Lahmheit der Hinterbeine des Grades III, einer Kernbandruptur und einer fokalen Vergrößerung am proximalen Ansatz des Suspensivbandes vorstellig wird, stoßen konservative Behandlungsmethoden häufig an ihre Grenzen.

Bei Verfahren mit geringer Leistung fehlt die erforderliche Energieabgabe, um den tiefen Ursprung des Aufhängebandes zu erreichen. Die Photonen streuen innerhalb der dicken Beugesehnen und der dichten Plantarfaszie, sodass keine therapeutische Dosis an den Kern des Bandes abgegeben wird. Durch den Einsatz einer hohen Leistung Lasertherapiegerät überwindet dieses Tiefenproblem durch die Abgabe intensiver Photonenströme, die dickes Strukturgewebe durchdringen. Die speziell entwickelte Energie mit zwei Wellenlängen moduliert chronische Entzündungen, fördert die Regeneration der Tenozyten und beschleunigt die Faserausrichtung, ohne empfindliche Bindegewebsstrukturen thermisch zu schädigen.

Physikalische Grundlagen der Photonendurchdringung im tiefen Bindegewebe von Pferden

Um Licht bis zum proximalen Ansatz des Suspensory-Sehnenstrangs des Pferdes zu leiten, müssen dicke anatomische Barrieren überwunden werden. Während sich die Photonen durch dicke Haut, oberflächliche und tiefe Sehnen des Beugemuskels der Zehen sowie dichte Faszien bewegen, nimmt ihre Energie rapide ab. Geräte mit geringer Leistung verbrauchen ihre gesamte Energie bereits in den oberflächlichen Schichten und erreichen somit nicht die Mindestenergieschwelle von sechs bis acht Joule pro Quadratzentimeter, die im Kern des Bandes erforderlich ist.

Für eine strukturelle Erholung sind moderne Lasertherapie für Haustiere Verfahren, bei denen eine hohe Oberflächenleistung mit spezifischen optischen Absorptionsbanden kombiniert wird. Die hohe Photonendichte dringt das Licht durch die Barrieren der tiefen Beugesehnen und sorgt so für eine anhaltende Zellaktivierung im geschädigten Bändergewebe.

Oberflächliche Beugesehnen (0–3 cm) --> Starke Photonenstreuung; bei geringer Leistung versagt das Verfahren vollständig.
Plantarfaszienbarriere (3–5 cm) --> Dichtes Kollagen; erfordert eine hohe Bestrahlungsstärke, um diese zu durchdringen.
Proximaler Ansatz des Suspensory-Sehnenstrangs --> Zieltiefe; zwei Wellenlängen stellen die Zellfunktion wieder her.

Die Wahl der Wellenlänge bestimmt die biologischen Zielstrukturen im dichten Bindegewebe:

  • Wellenlänge 980 nm: Entspricht dem Absorptionspeak der Cytochrom-C-Oxidase in Tenozyten und Fibroblasten. Die Energieabsorption stellt die mitochondriale Atmung wieder her und versetzt hypoxische Zellpopulationen in einen Zustand aktiver ATP-Produktion, um die rasche Synthese der Kollagenmatrix anzutreiben.
  • 1470nm Wellenlänge: Wirkt direkt auf die Ansammlung von Interzellularflüssigkeit in geschwollenen Bänderscheiden ein. Durch die gezielte Flüssigkeitsaufnahme entstehen Mikrodruckgradienten, die die Lymphabflusskanäle erweitern und so gestautes Ödemgewebe sowie entzündliche Zytokine abtransportieren.

Die Kombination dieser optischen Frequenzen lindert chronische Gewebeschwellungen und beschleunigt gleichzeitig die Zellregeneration. Das VetMedix 3000U5-System vereint diese beiden Lichtströme, um tiefe Verletzungen des Bewegungsapparats bei Pferden sicher und effektiv zu behandeln.

Verhinderung einer thermischen Aufladung der Bänder durch dynamische Arbeitszyklen

Die Abgabe von hochenergetischem Licht in dichtes, schlecht durchblutetes Bändergewebe erfordert ein strenges Wärmemanagement. Während eine milde mikrothermische Einwirkung die Gewebeelastizität verbessert, birgt eine unkontrollierte Wärmeansammlung im geschlossenen Bindegewebe das Risiko einer Kollagendenaturierung und von Schmerzen. Die Vermeidung von hitzebedingten Schäden beruht eher auf einer präzisen Steuerung der Pulsfrequenz und des Tastverhältnisses als auf einer Verringerung der Ausgangsleistung.

Durch die Steuerung der Impulsfrequenz (Hz) und der Tastverhältnisprozentsätze lässt sich der Zeitpunkt der Energieabgabe regulieren. Das Tastverhältnis gibt das aktive Emissionsfenster im Verhältnis zur Gesamtimpulsdauer an. Der Betrieb in benutzerdefinierten Super-Puls-Modi erzeugt intensive Photonenbursts, die durch Mikro-Ruheintervalle voneinander getrennt sind.

Kontinuierlicher Emissionsmodus: [===== ENERGY ON =====] -> In dichtem Bindegewebe staut sich die Wärme rasch an.
Super-Puls-Modus:     [ON]..[ON]..[ON]..[ON]   -> Tiefe Photonenabgabe bei gleichzeitiger Kühlung des Oberflächengewebes.

Diese Mikro-Pausen entsprechen der thermischen Relaxationszeit des tiefen Sehnengewebes, sodass die aufgenommene Wärme abgebaut werden kann, bevor der nächste Impuls abgegeben wird. Dadurch erreicht eine hohe Spitzenenergie den proximalen Ansatz des Suspensory-Sehnenbandes, während die Temperaturen der umgebenden Sehnen innerhalb sicherer Grenzen bleiben.

Klinisches Protokoll: Behandlungsprofil bei Desmitis des Suspensory-Bandes bei Pferden

Bei einem 9-jährigen niederländischen Warmblut-Wallach, der an einer chronischen Lahmheit des linken Hinterbeins litt, die durch eine Desmitis des proximalen Suspensoriums verursacht wurde, wurde eine klinische Untersuchung durchgeführt. Die diagnostische Ultraschalluntersuchung ergab eine 6,5 mm große, echoarme Kernläsion am Ansatz des proximalen Suspensory-Sehnenbandes mit diffuser Vergrößerung. Die bisherige Behandlung mit drei Durchgängen Stoßwellentherapie, systemischen NSAIDs und viermonatiger Boxruhe führte nur zu einer minimalen Besserung, wobei die Lahmheit unmittelbar nach Wiederaufnahme des leichten Trabens erneut auftrat.

Das Therapieverfahren umfasste Hochleistungslaserprotokolle mit dem VetMedix 3000U5-System, bei denen das Handstück mit sanften, schwungvollen Bewegungen direkt über den proximalen Ansatz des Suspensory-Sehnenbändchens, dessen Schaft, die Beugesehnenscheide und die umgebenden Tarsal-Metatarsal-Gelenke geführt wurde.

ParameterPhase 1 (Woche 1: Tage 1, 3, 5)Phase 2 (Wochen 2–3: 2 Mal pro Woche)Phase 3 (Woche 4: 2x pro Woche)
HauptindikationÖdemresorption und akute SchmerzbehandlungProliferation der Tenozyten und Reparatur der MatrixFaser-Neuausrichtung und Belastungstraining
Wellenlängen-Verhältnis1470 nm (60%) / 980 nm (40%)1470 nm (30%) / 980 nm (70%)1470 nm (20%) / 980 nm (80%)
Ausgangsleistung (Watt)15 W22 W28 W
Impulsfrequenz (Hz)200 Hz (Impulsbetrieb)1.000 Hz (Impulsbetrieb)2.500 Hz / Dauerbetrieb
Einschaltdauer (%)50%-Betriebszyklus70% – Aktiver Arbeitszyklus85% / Kontinuierlich
Leistungsdichte (W/cm²)1,87 W/cm²2,75 W/cm²3,5 W/cm²
Behandlungsdauer pro Gliedmaße6 Minuten8 Minuten8 Minuten
Gesamte gelieferte Energie2.700 Joule7.392 Joule11.424 Joule
Fokustiefe des ZielsBandscheide und PlantarfaszieUrsprung des KernbandesAnsatzstelle von Knochen und Bändern

In Sitzung 3 löste die Palpation im Bereich der proximalen Mittelfußknochen nur eine minimale Schmerzreaktion aus. Eine Ultraschalluntersuchung vor Sitzung 6 zeigte eine deutliche Verringerung der Größe der Kernläsion und des lokalisierten Ödems. Am Ende der vierten Woche zeigte die Nachuntersuchung mittels Ultraschall eine parallele Ausrichtung der Kollagenfasern und einen vollständigen Verschluss des echoarmen Kerns, sodass das Pferd ohne Lahmheit wieder zu kontrolliertem Reittraining zurückkehren konnte.

Biologische Kaskaden bei der Bandregeneration

Die Emission hochenergetischen Lichts löst strukturelle biologische Veränderungen in den Matrizen verletzter Bänder aus:

Proliferation der Tenozyten und Synthese von Typ-I-Kollagen

Die Infrarotabsorption durch die Mitochondrien der Tenozyten führt zu einer Hochregulation des transformierenden Wachstumsfaktors Beta (TGF-β) und beschleunigt so die Migration der Tenozyten. Tenozyten produzieren hochfestes Typ-I-Kollagen, das das schwache Typ-III-Narbengewebe ersetzt und die Festigkeit des Bandes wiederherstellt.

Neovaskularisation in hypovaskulären Zonen

Die gepulste Energie stimuliert den vaskulären endothelialen Wachstumsfaktor (VEGF) und regt so die Bildung neuer Kapillaren im hypovaskulären Stützgewebe an. Durch die Wiederherstellung der Blutversorgung werden Sauerstoff und Nährstoffe zugeführt, die für eine vollständige Gewebereparatur unerlässlich sind.

Herunterregulierung von Entzündungszytokinen

Starkes Licht hemmt die Matrix-Metalloproteinasen (MMPs) und die Cyclooxygenase-2 (COX-2) in der Bandhülle. Durch die Beseitigung dieser Marker wird die Schwellung reduziert und der Abbau der Matrix gestoppt.

Wiederherstellung der strukturellen Zugfestigkeit

Die durch Photonen angeregte Energieerzeugung verstärkt die Vernetzung zwischen neuen Kollagenfasern. Durch die Wiederherstellung dieser strukturellen Verbindungen wird die maximale Belastbarkeit wiederhergestellt, wodurch erneute Verletzungen während sportlicher Aktivitäten verhindert werden.

Wissenschaftliche Grundlagen und Validierung der Mechanismen

Die mit der Hochleistungs-Photobiomodulation erzielten klinischen Ergebnisse stehen im Einklang mit den etablierten biophysikalischen Prinzipien der Gewebereparatur. Wie in der klassischen Forschung zur Lichtausbreitung von Jacques gezeigt wurde, weist das tiefe Bindegewebe exponentielle Streukoeffizienten auf, was eine höhere Oberflächenleistung erfordert, um die therapeutische Energiedichte in den tiefen Bänderbetten aufrechtzuerhalten.

Darüber hinaus wurde in der Zeitschrift eine Studie zur Heilung von Sehnen bei Pferden veröffentlicht, die Zeitschrift für Pferdetiermedizin bestätigt, dass Nahinfrarotlicht im Wellenlängenbereich zwischen 900 nm und 1500 nm Rezeptoren in der Zellmembran aktiviert und so die Proliferation der Tenozyten sowie den Umbau der extrazellulären Matrix beschleunigt. Durch den Einsatz eines leistungsstarken Veterinärlaser Durch die gezielte Einwirkung sowohl auf die Wasseraufnahme als auch auf die mitochondriale Cytochrom-C-Oxidase wird ein Gleichgewicht zwischen Flüssigkeitsabtransport und Gewebereparatur hergestellt, was deutliche Vorteile gegenüber passiver Ruhe und der Stoßwellentherapie bietet.

Ein Paradigmenwechsel in der Pferdesportmedizin

Die Einbindung der Hochleistungslasertherapie in die Rehabilitation von Pferden bietet klare Vorteile gegenüber herkömmlichen medizinischen Ansätzen. Während NSAIDs und Stoßwellentherapie lediglich eine vorübergehende Linderung der Symptome bewirken, stellt die Dual-Wellenlängen-Lichttherapie die Mitochondrienfunktion wieder her, beseitigt chronische Flüssigkeitsödeme und repariert die Bänderstruktur.

Herkömmliche Behandlung:
NSAIDs + Ruhe + Stoßwellentherapie --> Vorübergehende Linderung --> Unregelmäßiges Narbengewebe & hohes Risiko einer erneuten Verletzung

Hochleistungs-Doppelwellenlängen-Ansatz:
Tiefes Eindringen des Lichts --> Stimulation der Tenozyten & Kollagenregeneration --> Volle Zugfestigkeit
Lasertherapie bei Pferden8

Die bei dem 9-jährigen Warmblutpferd beobachtete Genesung verdeutlicht diesen funktionellen Wandel. Der Übergang von längerer Stallruhe und Stoßwellentherapie zu einer gezielten, lichtgestützten Geweberegeneration beseitigte die chronische Lahmheit und stellte die Leistungsfähigkeit auf Wettkampfniveau wieder her. Fortgeschritten Veterinärlaser Diese Therapie verwandelt die Behandlung von Desmitis der Sehnenbänder bei Pferden von einer passiven Symptombekämpfung in eine vollständige, langfristige biologische Genesung.

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